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DETAIL 4/2016 - Bauen mit Beton

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Kurzübersicht

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Details

»Wir haben mit uralten Methoden plötzlich den schönsten Sichtbeton erreicht, der je irgendwo gemacht wurde«, schreibt Le Corbusier 1954 in einem Brief aus Chandigarh, wo er gerade das erste seiner Regierungsgebäude fertiggestellt hat, stolz an seine Mutter. Plastisch und rau musste der »béton brut« für ihn sein, unregelmäßig und kraftvoll. Dass diese Haltung auch heute wieder hochaktuell ist, verdeutlicht eindrucksvoll die neue Bibliothek im chinesischen Beidaihe (s. S. 276ff.). Wie ein robuster Monolith steht sie in einer schroffen Landschaft direkt am Meer und trotzt Wind und Wetter. Ihre Betonoberflächen zeigen ein lebhaftes, sinnliches Spiel von Licht und Schatten, hervorgerufen von der Struktur der sägerauen Nadelholzschalung, die sich auf dem Beton abzeichnet. Eine ganz andere Anmutung dagegen erweckt eine Schule in London (s. S. 287ff.). Glatt, weiß und glänzend erscheint der Beton hier, ihre Lebendigkeit beziehen die komplett vorgefertigten Fassaden weniger aus dem Material selbst, sondern aus dem Rhythmus der abgeschrägten Fensterlaibungen.

Eine Mischung aus Vorfertigung und Ortbeton dagegen prägt die Hülle der Deutschen Schule in Madrid, wo ein Gitter aus Betonbrüstungen und schräg gestellten tragenden Stützen die Fassaden einfasst und gliedert (s. S. 293ff.). Alle drei Projekte verdeutlichen zusammen mit den weiteren vorgestellten Gebäudebeispielen in diesem Heft das enorme Spektrum aktueller Möglichkeiten. Ergänzt werden diese durch eine Palette innovativer Sichtbetonoberflächen in dem einführenden Beitrag in der Rubrik Diskussion (s. S. 238ff.). Auch hier wird schnell klar: Der uralte Baustoff Beton überrascht uns stets aufs Neue mit einem anderen Gesicht.